71. Jamora harlekinfarbig

 

71.      Jamora, harlekinfarbig (Jam)

Bewertungsskala

1.     Körperform und Typ

20 Punkte

2.     Gewicht

10 Punkte

3.     Behaarung

20 Punkte

4.     Kopf- und Ohrenzeichnung

15 Punkte

5.     Rumpfzeichnung

15 Punkte

6.     Farbe

15 Punkte

7.     Gesundheit und Pflege

5 Punkte

 

100 Punkte

 

1.    Körperform und Typ

Der Körper ist gedrungen, walzenförmig, gut bemuskelt, vorne und hinten gleich breit, die Rückenlinie ist ebenmäßig. Der Kopf ist breit und kräftig, kurz am Körper angesetzt. Die Ohren sind fleischig und entsprechen in ihrer Länge dem Körper. Häsin und Rammler unterscheiden sich nicht wesentlich und sind wammenfrei.

 2.     Gewicht

Das Mindestgewicht beträgt 1,50 kg, das Normalgewicht 2,00 kg und das Höchstgewicht 2,50 Kg.

Gewichtsbewertung

Kg

ab 1,50

ab 1,75

ab 1,90

ab 2,00 bis 2,50 Höchstgewicht

Punkte

7

8

9

10

 3.     Behaarung

Das Fell ist lang, mindestens 5 – 6 cm am ganzen Körper. Die Haarlänge ist zu schätzen. Die Bauchhaare sind immer etwas kürzer, Kopf, Ohren und Läufe sind normal lang, gut behaart. Die Unterwolle ist dicht, die Begrannung angoraähnlich fein und nicht zur Filzbildung neigend. Gewünscht wird ein mittelfeines, seidenweiches, regelmäßig und kurz gewelltes Wollhaar mit seidigem Glanz.

 4.     Kopf- und Ohrenzeichnung

Für die Kopf- und Ohrenzeichnung des harlekinfarbigen Jamora-Kanninchens ist charakteristisch der Kontrast der Farben, die schwarz und gelb bzw. schwarzgeblümt und gelbgeblümt sind. Als Ideal, gilt eine kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.

 5.     Rumpfzeichnung

Die Farben Schwarz und Gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt, sie sollen aber trotz des Langhaartypus noch als Streifen bzw.Farbfelder erkennbar sein. Mindestens 2 schwarze Streifen bzw. Farbfelder auf jeder Seite des Rumpfes sind erforderlich. Gefordert wird eine durchgehende oder seitlich gegeneinander versetzte Streifenzeichnung. Die Zeichnung ist um so wertvoller, je abwechslungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Streifen– bzw. von Farbfeldern auf beiden Seiten können bewertet werden. Die Zeichnung von Brust und Vorderläufen soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei die schwarzen bzw. schwarzgeblümten und gelben bzw. gelbgeblümten Farben kreuzweise versetzt seien. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe, an der Unterseite des Kinns und der Blume sind weiße Stellen gestattet.

 6.     Farbe

Das harlekinfarbige Jamora-Kaninchen ist zweifarbig und zwar schwarz und gelb. Die beiden Farben sollen sich trotz des Langhaares noch in Streifen oder Farbfeldern voneinander abgrenzen lassen. Durch das angoraähnliche Längenwachstum der Haare ist die für das Japaner-Kaninchen typische kontrastreiche Abgrenzung der Farbfelder nun jedoch rassentypisch an den Farbgrenzen zueinander verwischt. Dies gibt einen aparten Farbeffekt, der zusammen mit der völlig unregelmäßigen Verteilung der Streifen und Farbmuster zur Namengebung «harlekinfarbig» geführt hat. Die gelbe Farbe darf in ihrer Intensität variieren, doch ist eine satte Farbe vorzuziehen. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter und glanzloser. Die Farben verlieren bei mehrjährigen und zu langhaarigen Tieren ihre Leuchtkraft. Die Augen sind braun. Die Krallenfarbe entspricht der Zehenfarbe der Läufe.

 7.     Gesundheit und Pflege

Siehe allgemeine Bestimmungen.

 Leichte Fehler

Wammenansatz. Etwas schmaler Kopf, schwach behaarte Ohren, geringgradige Anlage zu Ohrbüscheln, Backenbart und Fussbehang. Leichte Filzbildung. Nicht kreuzweise verteilte, gefleckte oder geblümte Kopf- und Ohrenzeichnung einschließlich der Vorderläufe und der Brust. Große Farbfelder, auf beiden Körperseiten gleichmäßige Zeichnung: einfarbige Vorderläufe und/oder Brustpartie; wenig behaarte Ohren; Haarlänge unter 5 cm; watteähnliche, überfeine Wolle, zu kräftige Begrannung.

 Schwere Fehler

Wamme. Allgemeine Formfehler. Weniger als 2 angedeutete schwarze Farbfelder auf jeder Seite; große Kahlstellen (Wollwachstumsstörungen), die bei der natürlichen Stellung des Tieres von der umgebenden Wolle nicht bedeckt werden. Haarlänge unter 4 cm; starke Filzbildung. Weiße Flecken an den sichtbaren oberen Körperteilen, weiße Abzeichen an Nase, Zehen und Pfoten. Einfarbiger Kopf mit beidseitig gleichfarbigen Ohren. Andere als vorgeschriebene Augen- bzw. Krallenfarbe.